alles ist beziehung
Do 01.10. bis So 04.10.2026
Was Gesellschaft und Politik von Gemeinschaftsprojekten lernen können
Ein interaktives Symposium über den Zustand der Welt und unseres Miteinanders – aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit, der Langen Nacht der Demokratie und des 15-jährigen Bestehens der Gemeinschaft Schloss Tempelhof.
Do 01.10. bis So 04.10.2026
Seminarhaus Schloss Tempelhof,
Tempelhof 3, 74594 Kreßberg


Inhalt
Warum dieses Symposium?
Unsere Gesellschaft steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: Polarisierung, brüchige Gemeinschaften, Vertrauensverlust und überforderte politische Systeme - der Gesellschaftsvertrag trägt nicht mehr wirklich. Es fehlt meist an konkreten, gelebten Alternativen.
Wir bringen etwas mit:
Vom verlassenen Ort zum lebendigen Dorf - das Mehrgenerationenprojekt Schloss Tempelhof hat 15 Jahre praktische Erfahrung darin, Beziehungskraft in gesellschaftliche Wirksamkeit zu transformieren, sowie Konflikte und gemeinsame Entscheidungsprozesse zu gestalten.
Von der Bürgerbewegung zur Demokratieschule - seit über 35 Jahren arbeitet Mehr Demokratie e.V. dafür, dass jeder Mensch das Recht hat, die Entscheidungen mit zu beeinflussen, die ihn und die Gesamtheit der Gesellschaft betreffen. Demokratie heißt: Menschen handeln miteinander aus, wie sie zusammenleben wollen.
Von unseren Erfahrungen getragen, öffnen wir einen Raum - nicht als Modell, sondern als Einladung zum gemeinsamen Erleben. Uns interessiert die Verbindung vom Kleinen zum Großen. Was will aus gelebter Praxis gesellschaftlich wirksam werden?
Worum es geht:
Gemeinsam erkunden wir zentrale Fragen unserer Zeit:
Wie beeinflusst unsere Fähigkeit (oder Unfähigkeit), in Beziehung zu treten unsere demokratische Kultur?
Wie können unsere Lebensräume wieder zu lebendigen Beziehungsräumen werden und Wohnorte neu belebt werden - und welche Rolle spielen Gemeinschaften dabei?
Was bedeuten Vertrauen und Verantwortung heute - persönlich und politisch? Und welche neuen Formen von Leadership und Mitgestaltung braucht es?
Was bedeuten die unterschiedlichen Wirklichkeiten städtischen und ländlichen Lebens für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt?
Welche Antworten entstehen aus dem Leben, wenn wir nicht theoretisieren, sondern ganz praktisch werden?
Wir wollen die Brücke vom persönlichen Erleben zur gesellschaftlichen Transformation gemeinsam bauen.
Was euch erwartet:
Im Zentrum steht ein lebendiger Prozess zwischen Menschen:
Interaktive Formate statt Frontalvorträge
Ko-kreative Prozesse zu aktuellen gesellschaftlichen Themen
Begegnung auf Augenhöhe - von Mensch zu Mensch
Räume für Austausch, Reflexion und neue Netzwerke
Führungen durch die Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof
Einblicke in konkrete Projekte (Landwirtschaft, Dorfentwicklung, Energieversorgung)
Hier wird erlebbar, was möglich ist, wenn Begegnungen gelingen.
Wir laden besonders ein:
Netzwerke und Bewegungen für gesellschaftlichen Wandel
Unternehmer und Gestalter
Menschen aus Kommunen und Politik
Alle, die spüren: Die Qualität unseres Miteinanders spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft unserer Gesellschaft.
Unser Anliegen:
Dieses Symposium ist der Beginn einer jährlichen Plattform, die:
gesellschaftliche Schlüsselthemen aufgreift
neue Perspektiven in Politik und Gesellschaft einbringt
Kommunen stärkt und befähigt
konkrete Lösungen aus gelebter Praxis sichtbar macht
Menschen verbindet, die Zukunft gestalten wollen
Vielleicht liegt eine der entscheidenden Fragen unserer Zeit genau hier:
nicht nur darin, was wir tun, sondern wie wir miteinander umgehen, während wir es tun.
Wir freuen uns auf Menschen, die bereit sind, sich auf echte Begegnung, unterschiedliche Perspektiven und gemeinsames Forschen einzulassen!


Jg. 61. Studium der Philosophie und Unternehmer, der zwischen 1988 und 2007 drei Firmen aufgebaut hat. Mitbegründer der Werkstatt für Gemeinschaftsbildung und der Gemeinschaft Schloss Tempelhof. Mitentwickler des nicht-dialogischen WIR-Prozesses nach Scott Peck. Vortragsredner und Initiator von Workshops zur Gemeinschaftsbildung und zur Mystik des Geldes. Begleitung und Coaching zahlreicher Männer und junger Erwachsener zur Lebensorientierung. Prozess- und Impulsmoderation von Großgruppen. Meditationslehrer nach Charles Berner.


- Susanne Socher
Jg. 78, arbeitet für Mehr Demokratie e.V. und hat als Diplom-Politikwissenschaftlerin und Mediatorin langjährige Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Partizipationsprozessen. Mit einem guten Gespür für Gruppendynamiken schafft sie Räume für authentische Begegnung. Ihrer Arbeit liegt eine Ausbildung im Community Building nach Scott Peck zugrunde.
Euer Leitungs-Team
- Markus Schulz-Weiling
Jg. 85, ist promovierter Physiker, Pädagoge und Gemeinschaftspraktiker. Nach vielen Jahren in Forschung, Industrie und Politik hat er seinen Fokus auf die Frage verlagert, wie wir als Menschen wirklich gut zusammenleben.


Lebensschule
grund-stiftung am Schloss Tempelhof
Tempelhof 3, 74594 Kreßberg
info@lebensschule.life
© 2026. All rights reserved.