Männerseminar
Urkraft und Weisheit im Mann
Liebe Freunde, Weggefährten, liebe Männer,
seit fast zwanzig Jahren begleite ich Männerseminare und Männerprozesse. Und wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, spüre ich, dass sich die Fragen mit den Jahren verändert haben.
Früher ging es oft um Aufbruch, Kraft, Risiko, Identität, Sichtbarkeit. Um die Frage, wie wir als Männer überhaupt unseren eigenen Weg finden. Heute tauchen zunehmend andere Fragen auf:
Wie werden wir älter, ohne hart oder bitter zu werden?
Wie kommen wir von einem Leben, das stark über Funktion, Verantwortung und Gestaltung definiert ist, in eine männliche Präsenz, die nicht mehr dauernd etwas beweisen muss?
Und in der Begleitung von vielen jungen Männern erfahre ich immer mehr Desorientierung und eine große Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit.
Die letzten Jahre haben diese Fragen für mich noch einmal vertieft. Nicht als völliger Neubeginn, sondern eher wie eine weitere Schwelle im eigenen Mannsein. Dies nicht nur durch mein eigenes Älterwerden, sondern auch durch die fortschreitende Initiation durch meine Erblindung.
Ich erlebe zunehmend, wie kostbar Räume werden, in denen Männer unterschiedlicher Generationen sich wirklich begegnen können — ohne Konkurrenz, ohne verdeckte Kämpfe, ohne Rollenpanzer:
Ältere Männer, die nicht mehr dominieren müssen.
Jüngere Männer, die sich aufrichten können und sich nicht mehr abgrenzen müssen.
Und dazwischen etwas, das selten geworden ist: echte Würde, Respekt, Wahrhaftigkeit und Beziehungsfreude.
Aus dieser Bewegung heraus ist das Männerseminar „Über Schwellen" entstanden. Es geht dabei nicht um Männerbilder oder Konzepte. Auch nicht um Selbstoptimierung. Sondern um die Frage:
Wer bin ich eigentlich unter all den Rollen?
Was bleibt, wenn das Profil weicher wird?
Wie kommen wir als Männer wieder in echten Kontakt — mit uns selbst, miteinander, mit unserem Körper, unserer Wahrheit, Sexualität, Verantwortung und Seele?
Wir arbeiten dabei sehr erfahrungsbezogen: mit Begegnung, Körperarbeit, Tanz, WIR-Prozessen, ehrlichem Austausch, Stille und konkreter Schwellenarbeit zwischen den Generationen. Es wird kooperative Spielsequenzen geben, Rituale und Naturerfahrung.
All das entsteht nicht nur aus vielen Jahren gelebten Mannseins oder Begleitungsarbeit. Seit Jahren leben und arbeiten wir hier in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof ganz konkret miteinander, auch als Männer — in Projekten, Männerkreisen, Gemeinschaftsprozessen und gemeinsamer Forschungsarbeit. Vieles von dem, worum es im Seminar geht, ist aus diesem gelebten Alltag heraus gewachsen. Und vieles davon wird auch neben dem Seminar in dem Gemeinschaftsfeld spürbar sein.
Das Seminar findet von Donnerstag 18. bis Sonntag 21. Juni 2026 auf Schloss Tempelhof statt.
Und hier ein persönliches Audio von mir dazu: 👉https://cloud.lebensschule.life/s/YpKJzLypAxS6b8j
Wenn dich diese Zeilen wach machen oder du Sehnsucht nach echter Begegnung mit dir selbst und unter Männern suchst, dann freue ich mich darauf, mit dir hier auf die Forschungsreise zu gehen.


Herzlich
Wolfgang
Lebensschule
grund-stiftung am Schloss Tempelhof
Tempelhof 3, 74594 Kreßberg
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